Unternehmensberater & Berater werden

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Lesezeit: 5 Minuten

Immer mehr Menschen möchten Berater werden. Doch wie geht das eigentlich? Lies hier, wie Dein Alltag als Berater und Unternehmensberater aussieht, was wichtige Kompetenzen sind und wie viel Du verdienst. Gewinne einen Überblick über die Beraterbranche für Deinen gelungen Start.

Berater werden ist leicht – Berater sein nicht

Berater sind aus Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Das Ansehen ist hoch und der Verdienst wirklich gut – sofern Du es richtig angehst. Und hier ist das Problem: Prinzipiell kann sich jeder Berater nennen, denn der Begriff ist nicht geschützt. Du kannst Dich also schon ab morgen Unternehmensberater, Berater oder Consultant nennen. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Schließlich musst Du von etwas Leben. Geld. Darum solltest Du wissen was die Grundlagen sind, um Dich als Berater selbstständig zu machen oder um einen Job als Unternehmensberater zu finden.

Inhalt:
  1. Was ist ein Berater?
  2. Was machen Berater?
  3. Was muss man als Berater können?
  4. Wie wird man Berater?
  5. Was verdienen Berater?

Was ist ein Berater?

Ein Berater stellt sein Sach- und Fachwissen zur Verfügung hilft in Verschiedensten Situationen und Problemstellungen. Nur wenige Berufe sind so vielfältig. In Deutschland arbeiten knapp 120.000 Berater (BDU, Statista). Es gibt Personalberater, Vertriebsberater, Ernährungsberater und noch viel mehr. Dank einer sich immer schneller drehenden Welt wächst der Marktumsatz im Consulting jährlich um 7-9% und hat ein Volumen von über 31,5 Milliarden Euro (BDU).

Wegen steigender Komplexitäten wächst der Bedarf an Beratung und damit der Bedarf an externer Expertise. Die Beraterbranche erobert immer mehr Bereiche und Aufgaben. Deshalb ist eine enge Definition weder möglich noch sinnvoll. Der Begriff und damit auch der Beruf des Beraters/Unternehmensberaters ist nicht geschützt und es gibt unzählige Varianten.

Im Bereich der Selbstständigen gibt es übrigens nur wenige, die „nur“ beraten. Viele generieren Mischumsätze aus Beratung, Training und Coaching.

Was macht ein Berater?

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Er oder sie steigt morgens um 7 in den Flieger – vollgepackt mit Unterlagen. Zeit genug die letzten Folien noch einmal durchzugehen für die folgende Präsentation in London vor einer Konzernspitze. Danach Strategiegespräche bei anderen Kunden bevor es ins Hotel geht. Denn am nächsten Morgen geht es nach Mailand zum nächsten Kunden.

Unternehmensberater werden - Was macht ein Berater?
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So ist das gängige Klischee eines Unternehmensberaters. Doch die Wahrheit über dessen Arbeitsalltag ist: Es gibt „den“ Arbeitstag eines Beraters nicht. So unterschiedlich Unternehmensberater sind, so unterschiedlich sind deren Arbeitstage. Die meisten Berater könnten selbst keinen „üblichen“ Arbeitstag beschreiben, da dieser immer anders aussieht.

Angestellte Consultants, müssen Präsentieren, Gespräche und Verhandlungen führen oder Konzepte, Strategien und Pläne entwickeln. Selbstständige Berater müssen auch Bürotage einlegen für Steuer, Kundenakquise oder um ihr nächstes Buch zu schreiben. Die Woche darauf sind sie Nonstop auf Achse in Flugzeug und Bahn. Es wechseln die Orte, die Menschen und die Problemstellungen.

Im Großen und Ganzen ist der Arbeitstag eines Beraters Menschenzentriert, intensiv und sehr variabel. Das „Was“ – also das Ziel – der Arbeit eines Beraters kann man grob so zusammenfassen: Unternehmensberater/innen helfen Menschen und Unternehmen beim Probleme lösen und Ziele erreichen.

Was muss man als Berater können?

Der angestellte Klischee-Consultant studiert BWL oder VWL, ist Wirtschaftsingenieur oder Marketingberater und geht zu McKinsey. Im Studium bekommt er die nötigen Kompetenzen in Controlling, Finanzen, Personalentwicklung oder Betriebsführung. 

Selbstständige Berater haben oft Studiengänge absolviert, die sie für ihr Fachthema fit machen, haben ein paar Jahre in ihrem Beruf gearbeitet und einige andere hilfreiche Kompetenzen erworben. Es gibt aber auch rein berufliche Quereinsteiger oder Menschen, welche sich komplett neu Orientieren und etwas völlig Neues beginnen möchten.

Wegen dieser heterogenen Struktur lassen sich auch hier nur generelle Kompetenzen nennen:

  • Analytisches Denken
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Selbstbewusstsein
  • Verlässlichkeit
  • Fachwissen auf dem Gewünschten Gebiet
Analytisches Denken

Egal was Du für ein Berater sein möchtest, egal ob B2B oder B2C, egal ob „hartes“ oder „softes“ Thema: Du bist ein Problemlöser. Du musst für Kunden einen Weg zu einem Ziel entwerfen oder helfen Hindernisse zu überwinden.

Kommunikationsfähigkeit

Ein Berater kommuniziert mit seinen Kunden. Das heißt: Du kommunizierst vor dem Auftrag in der Akquise, während dem Projekt bei der Auftragserfüllung und danach, um den Kontakt zu halten. Kommunikation in allen Formen ist essenziell.

Belastbarkeit

Berater reisen viel, arbeiten mit Menschen, werden mit Problemen anderer konfrontiert und müssen sich ständig anpassen. Ohne eine gewisse Toleranzgrenze hält kein Conultant lange durch und erreicht irgendwann die angenehme Phase des Beraterlebens.

Selbstbewusstsein

Ein Berater berät. Er ist der Experte. Er muss sich selbst in seiner Person und in seinem Gebiet sicher sein, um andere zu überzeugen. Er muss Durchsetzungsfähig sein, damit seine Expertise Blockaden durchbrechen und Wirkung entfalten kann.

Verlässlichkeit

Ein Berater ist eine Vertrauensperson. Ein absolutes Minimum für den Vertrauensaufbau ist Pünktlichkeit und das Einhalten von Versprechen oder absolute Transparenz, wenn es keine Garantien gibt.

Fachwissen

Egal woher das Wissen kommt, es muss Expertenwissen vorhanden sein. Ein Vertriebsberater muss Vertriebsprozesse verstehen, ein Organisationsberater Changeprozesse und ein PR-Berater Krisenkommunikation. 

Wie wird man Berater?

Unternehmensberater werden - Wie wird man Berater?
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Viele Wege führen zum Beraterdasein. Manche suchen nach dem Studium direkt eine Anstellung in der Consultingbranche und andere machen sich Selbstständig. Viele haben selbst lange Zeit in einem Beruf gearbeitet und dort Karriere gemacht, bevor Sie dann in die Rolle des Beraters gewechselt sind. Andere erfinden sich neu und sind autodidaktische Quereinsteiger. Außerdem gibt es viele Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich. Systemische Beraterausbildungen, Train-the-Trainer Seminare und Coaching-Ausbildungen.

Wie immer, wenn es um Beratung geht, gibt es nicht „den Weg“ oder „die Lösung“. Es muss einfach passen. Die Tatsache, dass „Berater“ kein geschützter Begriff ist und es weder Ausbildung noch Studium hierfür nötig sind, öffnet dieses Feld allen Interessierten. Jeder kann sich Berater nennen. Deshalb ist dieser Bereich auch so unglaublich vielseitig.

Wieviel verdient man als Berater?

Bei angestellten Unternehmensberatern beginnen Junior Consultants in kleinen Beratungsunternehmen bei circa 33.000 € brutto im Jahr. Berater der Partner-Stufe in großen Beratungen erreichen gerne 260.000 € brutto pro Jahr.

Machen sich Berater selbstständig ist diese Bandbreite sogar noch extremer. So gibt es Gründer, die unter dem Existenzminimum arbeiten und solche, die 500.000 und mehr verdienen. Hier entscheiden nur noch Faktoren wie Marke, Positionierung, Unternehmensaufbau und Alter des Unternehmens.

So kann beispielsweise eine Ex-Führungskraft innerhalb von 1-2 Jahren zu einem Berater, Trainer oder Coach mit 120.000 Umsatz im Jahr werden. Nach 10 Jahren könntest Du schon ein kleines Unternehmen mit 10 Mitarbeitern aufgebaut haben und als Inhaber 500.000 im Jahr verdienen. So gibt es aber auch Berater und Trainer, welche nach 5 Jahren noch in der IHK-Falle stecken und als Subunternehmer ohne eigene Kunden für viel zu günstige Stundensätze arbeiten.

Weitere interessante Links:
➤ Was verdienen Berater, Trainer & Coaches: Honorarstudie
➤ Wie man als selbstständiger Berater, Trainer und Coach Stundensätze berechnet
➤ Stundensatz-Rechner für Berater, Trainer und Coaches

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